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Warum Ihr Muskelkater keine Massagen mag

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Das Schleppen der Umzugskisten oder die tiefen Ausfallschritte im Pilates-Kurs merken wir manchmal auch Tage spĂ€ter noch. Ob in Oberschenkeln, Armen oder Bauch: Warum grĂŒĂt der Muskelkater - und was lĂ€sst ihn wieder verschwinden?Â
Ganz von vorn: Muskelkater ist ein Zeichen dafĂŒr, dass wir unseren Muskeln etwas zu viel zugemutet haben. «Ursache sind winzige Faserverletzungen und nicht, wie frĂŒher vermutet, eine ĂbersĂ€uerung des Muskels», so der OrthopĂ€de Martin Rinio von der Gelenk-Klinik-Gundelfingen. «Die Schmerzen am nĂ€chsten Tag sind sozusagen Begleiterscheinungen des Reparatur- oder Heilungsprozesses.»Â
Ruhe ist die beste MedizinÂ
Wenn es gemein in den Oberschenkeln zieht, kann man nur unter Schmerzen vom Klo aufstehen. Und bei Bauchmuskelkater machen weder Husten noch Lachen Freude. Was tun?Â
Damit unser Körper seinem Reparaturprogramm möglichst gut nachgehen kann, gönnen wir den Muskeln am besten Ruhe. HeiĂt:Â
- Intensives Training ist tabu. FrĂŒhestens nach zwei schmerzfreien Tagen sollte man damit einsteigen, rĂ€t Rinio
- Entspannte SpaziergĂ€nge und leichte Lockerungs- und DehnĂŒbungen können hingegen guttun.Â
- Manchen hilft bei schmerzenden Muskeln WĂ€rme, etwa in Form eines Saunabesuchs oder einer warmen Badewanne. Andere empfinden KĂ€lte als wohltuender gegen den Schmerz.Â
Durchkneten? Lieber nicht!Â
Wer allerdings den Impuls hat, die schmerzenden Muskeln krĂ€ftig durchzukneten, verkneift ihn sich lieber. Massagen können sogar kontraproduktiv sein: Dadurch wird ein mechanischer Reiz auf die Muskeln ausgeĂŒbt, der die Faserverletzungen verstĂ€rken kann, warnt Martin Rinio.Â
Apropos Massagen: Sie können umgekehrt auch Auslöser fĂŒr Muskelkater sein. Auch intensives Bearbeiten des Muskels kann nĂ€mlich zu winzig kleinen Rissen fĂŒhren. Möglich ist laut Gelenk-Klinik Gundelfingen auch, dass sich die Muskeln als Abwehrreaktion auf ungewohnte Massagetechniken anspannen und dadurch Muskelkater entsteht.Â
Muskelkater hat manchmal viel Ausdauer
So schön es auch wĂ€re: Oft bleibt Muskelkater lĂ€nger ans nur einen Tag. Er kann bis zu sieben Tage andauern, so die Stiftung Gesundheitswissen.Â
Wer drei Wochen nach dem Training noch ein Ziehen in den Muskeln verspĂŒrt, sollte Martin Rinio zufolge einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Verletzungen auszuschlieĂen.Â
Was vor Muskelkater schĂŒtzen kann
Vornehmen kann man sich, kĂŒnftig beim AufwĂ€rmen etwas gewissenhafter vorzugehen. Dadurch werden die Muskeln besser durchblutet und starten weniger steif ins Training. Das senkt das Risiko fĂŒr Muskelverletzungen.Â
Ebenfalls wichtig: beim Training nicht zu ĂŒbertreiben. Auch Dranbleiben lohnt sich: «Beanspruche und trainiere ich meine Muskeln regelmĂ€Ăig, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines Muskelkaters erheblich», so Rinio.
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(29.04.2026)

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