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Wissen Sie diese drei Dinge ĂŒber Ihren Puls?


Bild: Bernd Diekjobst/dpa-tmn

100.000-mal: So oft schlĂ€gt unser Herz im Durchschnitt am Tag. Mit jedem einzelnen Schlag drĂŒckt es Blut gegen GefĂ€ĂŸwĂ€nde. Das können wir besonders gut an der Innenseite der Handgelenke spĂŒren. Die sogenannte Speichenarterie verlĂ€uft dort nĂ€mlich direkt zwischen Haut und Knochen - ideal, um den Puls zu erfĂŒhlen. 

Die Experten der Deutschen Herzstiftung raten dazu, ihn immer mal wieder selbst zu messen - und zwar nicht nur im Alter. Warum, wie geht das und wie ordnet man den Messwert richtig ein? Drei Fakten rund um den Puls. 

1. Die Selbstmessung hilft beim AufspĂŒren von Herzrhythmusstörungen

Jeder Herzschlag sollte einen Pulsschlag ergeben: Bei Herzrhythmusstörungen wie dem Vorhofflimmern ist das aber nicht immer der Fall - das Herz pumpt dann zu wenig Blut, um eine Pulswelle auszulösen.

Nicht jedes Stolpern des Herzens ist direkt gefÀhrlich. Manchmal aber doch: So kann ein Vorhofflimmern einen Schlaganfall oder eine HerzschwÀche zur Folge haben. Gut also, wenn rechtzeitig auffÀllt, dass das Herz nicht so schlÀgt, wie es soll. 

Hier kommt die Pulsmessung in Spiel - entweder mit den eigenen Fingern oder mit Smartwatch bzw. Wearable. FĂ€llt der Puls wiederholt besonders hoch oder niedrig aus oder wirkt unregelmĂ€ĂŸig, sollte man dem nachgehen. 

Und so geht's: Den Puls sollte man im Ruhezustand messen. Laut der Deutschen Herzstiftung kann man das gut morgens nach dem Aufstehen erledigen. Wer tagsĂŒber misst, sollte vorher einige Minuten gesessen oder gelegen haben. 

  • Nun Mittel- und Zeigefinger mit sanftem Druck auf die Innenseite des Handgelenks legen. Wichtig: DafĂŒr sollte man nicht den Daumen nehmen - er hat seinen eigenen Puls, was die Wahrnehmung verfĂ€lschen kann.
  • 30 Sekunden lang die SchlĂ€ge mitzĂ€hlen
  • Diesen Wert verdoppeln - so erhĂ€lt man den Puls pro Minute 

2. Bei 60 bis 80 SchlĂ€gen pro Minute ist alles im grĂŒnen Bereich

Liegt der Messwert zwischen 60 und 80 SchlĂ€gen pro Minute, ist der Ruhepuls fĂŒr einen Erwachsenen im grĂŒnen Bereich. Wenn nicht? Dann ist das nicht direkt ein Anlass fĂŒr Panik. 

Der Puls ist nÀmlich eine Momentaufnahme, «ein Spiegelbild des Alltags. Es lohnt sich daher, ihn immer wieder zu kontrollieren», sagt der Kardiologe Philipp Renz von den Starnberger Kliniken. Mit der Zeit versteht man so den Puls immer besser - und erkennt Muster. 

FĂ€llt beispielsweise immer wieder auf, dass der Ruhepuls ĂŒber 90 liegt, ist das ein Hinweis auf eine stĂ€rkere Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, so die Deutsche Herzstiftung. Dann gilt: Ă€rztlich abklĂ€ren lassen. Selbiges gilt, wenn der Puls immer wieder zu niedrig ist. 

Vor allem, wenn zum aus der Reihe tanzenden Puls Symptome wie Schwindel oder Ohnmacht kommen, ist zeitnahes AbklĂ€ren angesagt. Ein EKG liefert dann Aufschluss darĂŒber, ob eine Herzrhythmusstörung dahintersteckt. 

3. Koffein, Geschlecht, Fieber: All das beeinflusst den Puls

Es gibt viele Faktoren, die sich auf den Puls auswirken. Sie zu kennen, hilft, den eigenen Puls besser zu verstehen. Ein Überblick: 

  • Wer unter großer Anspannung steht, sagt gern «Ich hab' Puls» - da ist etwas dran. Unter Stress schlĂ€gt das Herz nĂ€mlich schneller.
  • Was ebenfalls den Puls erhöht: Kaffee, Energydrinks - also Koffein. Außerdem: Fieber und bestimmte SchilddrĂŒsenerkrankungen.
  • Frauen haben einen höheren Ruhepuls als MĂ€nner. Im Schnitt sind es laut der Deutschen Herzstiftung drei SchlĂ€ge mehr pro Minute.
  • Wer viel Ausdauersport treibt, hat einen eher niedrigeren Ruhepuls - er kann durchaus unter 60 liegen. Das Herz ist dann nĂ€mlich so trainiert, dass es mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann. 

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(25.02.2026)


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