Heilpflanze des Monats | Barbara-Apotheke, Stolberg (Rhld.)

Heilpflanze des Monats

Gerade in der Fastenzeit kommt ihr im Rahmen von Entschlackungs- und Entgiftungskuren eine besondere Bedeutung zu: der Artischocke…

Artischocke - Cynara scolymus

Die Artischocke ist eine vermutlich aus der Kardone (Cynara cardunculus) hervorgegangene Kulturpflanze, deren Bl√ľtenknospen bereits im alten √Ągypten als Gem√ľse genutzt wurden. R√∂mer und Griechen kultivierten die Pflanze und sch√§tzten nicht nur den Geschmack, sondern auch die verdauungsf√∂rdernden Eigenschaften. Bei uns bekannt wurde sie erst im Mittelalter, war aber zun√§chst nur f√ľr K√∂nige und Reiche erschwinglich. Erst im 20. Jahrhundert wurden die medizinischen Wirkungen n√§her erforscht. Ausz√ľge aus der Artischocke finden auch in der Herstellung von Magenbittern und Lik√∂ren Verwendung.

Woher kommt der Name?

Das Wort Artischocke soll sich aus dem arabischen Ausdruck "ardi-schauki" = Erddorn, Erddistel ableiten. Cynara leitet sich vom griechischen Wort "kyan" = Hund ab und bezieht sich auf die bedornten, an Zähne erinnernde Blattspitzen. "Scolymus" bezeichnet eine Gattung distelartiger Pflanzen, "cardunculus" bedeutet im Lateinischen Distelchen.

Wo kann die Artischocke helfen?

Artischockenextrakte wirken f√∂rdernd auf Gallebildung und Gallefluss und werden vor allem zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, gekennzeichnet durch V√∂llegef√ľhl, Appetitlosigkeit, Bl√§hungen oder √úbelkeit, und dem Reizdarmsyndrom angewandt. Zudem beeinflusst die Einnahme die Blutfettwerte g√ľnstig. Cholesterol- und Triglyceridspiegel werden gesenkt und das Verh√§ltnis von "gutem" (HDL) zu "b√∂sem" (LDL) Cholesterin verbessert. Ferner besitzen solche Extrakte antioxidative und lebersch√ľtzende Eigenschaften, was f√ľr die Erhaltung der Gesundheit von Bedeutung ist. Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Vertr√§glichkeit der Pr√§parate, selbst unter l√§ngerer Anwendung wurden kaum unerw√ľnschte Wirkungen beobachtet.

Worauf ist unbedingt zu achten?

Da durch die Einnahme die Gallenbildung angeregt und der Gallenfluss gefördert wird, ist bei Erkrankung der Galle insbesondere bei Gallensteinleiden unbedingt vor Einnahme der behandelnde Arzt um Rat gefragt werden. Ebenfalls sollte ein Arzt aufgesucht werden, falls sich die Beschwerden nicht innerhalb einer Woche bessern oder immer wieder auftreten, damit die genaue Ursache abgeklärt werden kann. Eine Behandlung mit Artischockenpräparaten kann die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln vom Cumarintyp beeinflussen, so dass die Dosierung möglicherweise vom Arzt angepasst werden muss.

F√ľr die Behandlung w√§hrend Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren liegen keine Daten vor, so dass eine Anwendung bei diesem Personenkreis nicht empfohlen werden kann.

Bild: Isolde Altersberger, Henriette Kress

Quelle: www.heilpflanzen-suchmaschine.de
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Artischocken-Köpfe
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