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Welches Krankenhaus ist das richtige f├╝r mich?


Bild: Fabian Strauch/dpa/dpa-tmn

Eine Geburt steht an. Oder ein k├╝nstliches H├╝ftgelenk soll eingesetzt werden. Vor einem planbaren Klinikaufenthalt besch├Ąftigt Patientinnen und Patienten eine Frage: In welches Krankenhaus soll ich gehen? Ein ├ťberblick.

Kann ich in jedes Krankenhaus gehen?

Prinzipiell ja. In Deutschland kann man nicht nur entscheiden, von welchem Arzt oder welcher ├ärztin man sich behandeln lassen m├Âchte. Es gilt grunds├Ątzlich auch das Prinzip der freien Krankenhauswahl, wie es vom Bundesgesundheitministerium hei├čt. Zumindest dann, wenn es nicht um Notf├Ąlle geht.

Das bedeutet: Gesetzlich Versicherte k├Ânnen sich in allen zugelassenen Kliniken behandeln lassen. Dazu z├Ąhlen neben den Universit├Ątskliniken alle Kliniken, die im Krankenhausplan des jeweiligen Bundeslandes aufgef├╝hrt sind und mit denen die Krankenkassen Versorgungsvertr├Ąge geschlossen haben.

Es gibt also meist Auswahl. Dennoch gibt es laut Bundesgesundheitsministerium auch Privatkliniken, die diese Voraussetzungen nicht erf├╝llen.

Gut zu wissen: Auf der Einweisung, die der behandelnde Arzt oder die ├ärztin vorab ausstellt, ist bereits ein Krankenhaus eingetragen. Das Bundesgesundheitsministerium weist auf seinem Portal gesund.bund.de jedoch darauf hin, dass sich Patientinnen und Patienten auch f├╝r eine andere Klinik entscheiden k├Ânnen. Etwaige Mehrkosten, etwa f├╝r eine l├Ąngere Anreise, m├╝ssen sie dann aber selbst bezahlen.

Wo finde ich Informationen, wie gut ein Krankenhaus ist?

  • Qualit├Ątsberichte der Krankenh├Ąuser:

Diese Berichte m├╝ssen die Kliniken jedes Jahr auf ihren Internetseiten ver├Âffentlichen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sammelt sie in einer Datenbank.

In den Berichten steht zum Beispiel, wie oft das Krankenhaus in dem entsprechenden Jahr bestimmte Behandlungen durchgef├╝hrt hat. Das kann einen Hinweis darauf geben, wie viel Erfahrung die Klinik mit bestimmten Krankheitsbildern und Therapien hat.

Doch es gibt einen Haken: ┬źDiese Berichte aufzufinden, zu lesen, zu verstehen sowie auf die eigene Krankheitssituation anzuwenden, ├╝berfordert viele Patientinnen und Patienten┬╗, so Anja Lehmann von der Unabh├Ąngigen Patientenberatung Deutschland. Nicht selten sind die Berichte deutlich l├Ąnger als 1000 Seiten.

  • Die ┬źWei├če Liste┬╗:

Das Internetportal weisse-liste.de, hinter dem die Bertelsmann Stiftung steht, greift auf die Qualit├Ątsberichte der Krankenh├Ąuser zur├╝ck und bereitet die Daten f├╝r Patientinnen und Patienten auf.

Dar├╝ber lassen sich Kliniken vergleichen, wobei man zum Beispiel nach Ort und Erkrankung filtern kann. In die Ergebnisse flie├čen nach Angaben der ┬źWei├čen Liste┬╗ auch eigene Patientenbefragungen ein.

  • Kliniksuchen der Krankenkassen

Auch viele Krankenversicherungen bieten Kliniksuchen an, bei denen auch Daten zur Qualit├Ąt der Krankenh├Ąuser aufbereitet sind.

Welche Faktoren kann ich noch in meine Entscheidung einbeziehen?

Klar, die Qualit├Ąt der Behandlung ist das A und O. Aber auch pers├Ânliche Kriterien k├Ânnen den Ausschlag geben, f├╝r welches Krankenhaus man sich am Ende entscheidet.

So kann laut dem Bundesgesundheitsministerium Barrierefreiheit ein Kriterium sein. Zum Beispiel, wenn man aufgrund einer Gehbehinderung darauf angewiesen ist, dass es eine rollstuhlgerechte Dusche gibt.

In die Entscheidung einbeziehen k├Ânnen Patientinnen und Patienten auch die Entfernung zum Wohnort. Denn sie bestimmt zum Beispiel, welchen Weg der Besuch auf sich nehmen muss.

Und auch, wer sich zum Beispiel eine Chefarztbehandlung, ein Einzelzimmer oder die M├Âglichkeit einer Akupunktur w├╝nscht, kann sich vorab informieren, welche Kliniken das anbieten - und das in die Entscheidung einbeziehen.


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(13.09.2023)


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