Ratgeber

Gicht

Symbolbild Gicht

Gicht (Urikopathie, Arthritis uricia) kann entweder angeboren sein (primĂ€re Gicht) oder im Zusammenhang mit Erkrankungen des hĂ€mopoetischen Systems bzw. Nierenfunktionsstörungen (sekundĂ€re Gicht) auftreten. HĂ€ufig wird Gicht als "Wohlstandskrankheit" bezeichnet, da ĂŒberreichliches Essen (vor allem Fleisch) in Verbindung mit Bewegungsarmut die Krankheitsentstehung fördert.

Ein gestörter Purinstoffwechsel und damit einhergehender verminderte HarnsĂ€ureausscheidung fĂŒhrt zu HarnsĂ€ureablagerungen in Gelenken, in deren Folge sich sogenannte Gichtknoten bilden. Diese Knoten entzĂŒnden sich und lösen anfallsartige Gelenkschmerzen aus, die sehr heftig sein können.

Die Schmerzen treten meistens in der Nacht oder am frĂŒhen Morgen auf. In zwei Drittel der FĂ€lle ist das Großzehengrundgelenk befallen. Das schmerzende, stark rot gefĂ€rbte Gelenk ist geschwollen, druckempfindlich und fĂŒhlt sich heiß und "teigig" an. Frösteln und leichte Erhöhung der Körpertemperatur sind weitere charakteristische Zeichen.

Mit steigender AnfallshÀufigkeit besteht die Gefahr, dass die Krankheit chronisch wird. Damit steigt auch das Risiko, dass z.B. Nieren und Augen SchÀden erleiden und es zu arteriellem Bluthochdruck kommt.

Wer erblich vorbelastet ist, kann vorsorglich regelmĂ€ĂŸig die HarnsĂ€urewerte im Blut bestimmen lassen, damit ein Anstieg rechtzeitig bemerkt werden kann. Sinnvoll ist diese Vorsorgemaßnahme aber nur dann, wenn daraus auch die notwendigen Konsequenzen gezogen werden: Änderung der ErnĂ€hrung, weniger Alkohol, Gewichtsabnahme.

Therapie

ErnÀhrung:

  • Purinarme DiĂ€t durchfĂŒhren. Reduzieren Sie den Genuss von Innereien, Fleisch, MeeresfrĂŒchten, HĂŒlsenfrĂŒchten und Bier. Entfernen Sie bei gebratenem Fisch und GeflĂŒgelgerichten immer die Haut. Verzichten Sie auf Alkohol. Viel trinken. Mindestens 2 Liter tĂ€glich, um Nierenablagerungen vorzubeugen.
  • Übergewicht reduzieren. Aber nicht mit Radikalkuren, denn extremes Fasten kann GichtanfĂ€lle auslösen.
  • Beim akuten Gichtanfall das betroffene Gelenk ruhigstellen und kĂŒhlen.

Medikamente:

Abbau der HarnsÀureablagerungen in den Geweben; Schmerzbehandlung; Rezidivprophylaxe.

Physikalisch Massnahmen:

Ruhigstellung des betroffenen Gelenks, feucht-kalte UmschlĂ€ge, Waschungen, GĂŒsse, Wickel und BĂ€der, Heilmassagen.

Gicht ist an und fĂŒr sich keine lebensbedrohlich und schwer verlaufende Krankheit. Prinzipiell lassen sich die ernsteren Komplikationen der Gicht verhindern, wenn eine Therapie frĂŒhzeitig und konsequent durchgefĂŒhrt wird. Die VerĂ€nderung falscher ErnĂ€hrungsgewohnheiten steht im Vordergrund der Therapie. Sie wird durch eine Medikamententherapie ergĂ€nzt, mit der meist wĂ€hrend eines Gichtanfalles begonnen werden muss.

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